Klick
Er rief sie an, um ihr zu sagen, dass die Fotos fertig seien und ob er sie vorbeibringen solle. Sie verabredeten sich für den nächsten Tag.
Auf dem Küchentisch breite er sechs große Fotos auf dem Tisch aus. Sie gefielen ihr, sie gefiel sich. Etwas ernst, aber so sah sie eben aus.
“Ich würde dich gerne noch einmal fotografieren. Ich miete ab und zu einen Raum für Fotos, da habe ich mehr Platz und du mehr Raum.”
Sie fühlte sich geschmeichelt und sagte zu.
Sie verabredeten sich für das nächste Wochenende. Er sagte, sie solle etwas anziehen, in dem sie sich wohl fühlt und gefällt.
Das war leichter gesagt als getan, sie hatte Kleider, in denen sie sich gerne gefallen hätte, aber furchtbar aussah, am liebsten trug sie Jogginghose und ihren hellgrünen, verwaschenen Pullover.
Sie packte ihren halben Kleiderschrank in einen Koffer und fuhr zu dem Altbau, an dessen oberster Klingel der Name stand, den er ihr genannt hatte. Es summte ohne Nachfrage und die Tür öffnete sich quietschend und schwer.
Die Wohnung befand sich im obersten Stockwerk. Sie stieg die Treppen hoch, öffnete die angelehnte Tür und betrat den kleinen Flur mit dem alten Holzboden.
“Hallo”, hallte es aus einem der Zimmer.
“Ich bin hier.”
Sie folgte der Stimme und betrat einen großen, hellen Raum. Außer einer Kamera auf einem Stativ befand sich nichts darin. Er stand hinter der Kamera gebückt und drückte an ihren Knöpfen.
Große Fenster ließen das Licht des Sommertages herein. Sie waren mit einer Folie überklebt, durch die man nichts sehen konnte.
Die Wand rechts war nahtlos mit Spiegeln bedeckt.
“Der Raum gehört einer Yoga-Gruppe”, sagte er.
Links von ihr, gegenüber der Fenster standen zwei helle Strahler mit großen Lichtwannen, die sie vorher gar nicht bemerkt hatte.
Die Kamera hatte er vor der Spiegelwand positioniert. Auf einem großen Holzstativ stand ein großes Gerät mit einem sehr großen Ojektiv.
“Sie sieht jedes Detail”, sagte er. Das hatte sie befürchtet.
“Am Besten fangen wir gleich an.”
Er trat hinter die Kamera und entrollte einen langen, dünnen Schlauch mit einem roten Gummiball am Ende.
“Das ist ein Fernauslöser”, sagte er, “ich arbeite damit seit Jahren, eine alte Gewohnheit aus analogen Zeiten, ich habe ihn umbauen lassen.”
Er stellte sich zwischen die zwei Strahler.
Die Kamera blickte sie an wie ein einäugiger Roboter auf knöchrigen Beinen. Dahinter sah sie ihren Kopf im Spiegel.
Sie musste daran denken, dass es bei manchen Völkern heißt, die Kamera würde die Seele rauben. Sie hatte keine Angst um ihre Seele, aber für einen kurzen Moment fühlte sie sich wie beim Röntgen, als wolle man in ihr Inneres sehen.
Sie trat eine Schritt zur Seite, um sich ganz im Spiegel zu betrachten. Innerhalb dieser Inszenierung wirkte ihre Kleidung ordinär, ihre Haltung ohne Ausdruck.
“Ich würde mir gerne ein Kleid anziehn”, sagte sie.
“Ich gehe so lange raus.” Er schloss die Tür hinter sich.
Sie öffnete ihren Koffer, holte ein schwarzes Kleid raus, zog ihre Sachen aus und schlüpfte in das Kleid. Sie zupfte den Stoff zurecht, bis es saß.
Sie betrachtete sich im Spiegel und gefiel sich.
“Du kannst wieder reinkommen”, rief sie.
Sie stellte sich in die Mitte des Raumes, er stellte sich wieder zwischen die Strahler.
Klick.
Klick. Klick.
Wieder hatte sie damit gerechnet, dass er ihr sagte, was sie tun soll, stattdessen hörte sie nur das Klicken der Kamera.
Das war’s, er wusste, dass eines der Fotos gut geworden war. Wenn er dieses Gefühl hatte, war er bereits leer und fertig und mit den Gedanken bereits nicht mehr bei der Sache. Er wusste das die Menschen vor der Kamera oft etwas anderes erwarten, weil sie etwas anderes werden wollen, aber der Moment, in dem sie ganz sie selbst sind, ist bereits nach kurzer Zeit vorüber, danach fängt das Posen an, danach imitieren sie, was sie woanders gesehen haben und mancher findet sich darüber, aber nur ganz selten.
Als er wieder aufsah, stand sie, ganz mit sich beschäftigt, vor der Kamera und streckte ihr nacktes Bein vor. Sie hatte das Kleid bis zur Hüfte hochgeschoben und blinzelte in die Kamera. Was für sie ironisches Spiel war, fuhr ihm wie ein heißer Blitz durch den Körper. Mit den Augen wanderte er von ihrem nackten Fuß über die schmale Fessel die Wade entlang über das Knie und begann in Gedanken mit den Lippen den weichen Oberschenkel hinauf ihren Po entlangzufahren.
Er hatte noch nie eine Erektion gehabt beim Fotografieren und auch solche Gedanken nicht. Den Fernauslöser benutze er nur für normale Portraits. Für Akte stand der hinter der Kamera und konzentrierte sich ganz auf die Komposition, das war anstrengend und verlangte seine ganze Aufmerksamkeit. Heute wollte er nur Portraits machen.
Er drückte den roten Gummiball und löste aus.
Klick.
Sie spielte weiter mit den Posen, hob ihr Haar, neigte den Kopf, machte Kusslippen und strich sich seitlich über das Kleid, fasste den Stoff am Saum und hob den Rock hoch.
Klick.
Er sah nicht, was die Kamera sah, aber er reagierte automatisch und schnell, weil er es als Fotograf gewohnt war.
Klick, Klick.
Das Klicken der Kamera nahm sie als Bestätigung, als würde der stacksige Roboter ihr zu verstehen geben, dass er mochte, was er sah.
Sie bückte sich, fuhr mit den Händen unter ihr Kleid hoch bis zur Hüfte, fasste den gespannten Stoff der Unterhose und streifte sie nach unten ab. Der Slip fiel auf ihre Füße, die sie, einen nach dem anderen, rauszog, und kickte die Hose in Richtung Kamera.
Langsam ließ sie ihre Finger unter den Rock des Kleides wandern. Wie in Zeitlupe tastete sie die Haut entlang, bis sie ihr Schamhaar spürte. Als wären es die schüchternen Finger eines neugierigen Jungen, ertastete sie ihre weichen, empfindsamen Erhebungen und feuchten Furchen. Mit Zeige- und Ringfinger zog sie die Schamlippen auseinander und legte ihren Mittelfinger auf das geöffnete Loch. Die Fingerspitze versank in ihrer warmen Höhle. Als wolle sie ihre tiefsten Tiefen erforschen und als würde sie ein schlafendes Tier wecken, fing sie an sich zu bewegen.
Sie drückte die Hand gegen ihre Möse.
Ehe sie noch weiter darüber nachdachte und es sich vielleicht noch anders überlegte, zog sie das Kleid aus, öffnete den BH und streifte ihn nach vorne ab.
Klick.
Sie war nackt und ihre Nacktheit erregte sie. Wenn er nichts sagte, müsse sie jetzt etwas daruas machen, was ihr gefiel.
Sie drehte sich vor dem Spiegel und probierte Posen, sie streckte Arme aus und Beine, zog sie an, beugte ihre Gelenke und spreizte die Glieder. Sie streckte der Kamera ihren Po entgegen und zog die Backen auseinander. Das ist meine Möse, wollte sie ihr sagen, das ist mein Arschloch. Das ist nicht irgendein unbestimmtes Etwas, sondern das sind meine Höhlen. Du willst ein Foto von mir? Das bin ich. Das bin ich auch.
Pornografie, dachte sie, das ist Pornografie. Pornografie als Pose. Das hier war anders, das waren Lustbilder. Sie dachte nicht mehr an Hemmungen, sie fasste einen Entschluss. Wenn sie hier etwas mitnehmen konnte, wollte sie jetzt so viel wie möglich mitnehmen.
“Zieh dich aus”, sagte sie. “und bleib da stehen”, schob sie zur Sicherheit nach.
Sie sah im Spiegel, wie er Hose und T-Shirt auszog. Er stand in einer Unterhose, unter der sich deutlich seine Erektion abzeichnete.
“Die Unterhose auch”, befahl sie. Er schob die Hose nach unten und sein Penis hing schräg nach vorne ab, pumpend und zuckend wie ein Aal. Er konnte es offensichtlich nicht kontrollieren und mit Genugtuung sah sie im Spiegel, wie sich sein Schwanz in die Horizontale streckte und noch weiter nach oben Sie fragte sich, ob er jetzt wohl anfangen würde zu wichsen. Sie hatte große Lust ihn weiter zu erregen und zu reizen, aber sie hatte etwas Bestimmtes vor.
Sie stellte sich direkt vor die Kamera und ging in die Hocke.
“Kann man die weiter runter machen?” fragte sie, ohne den Fotografen anzusehen.
Ohne ein Wort zu sagen kam er zur Kamera und öffnete die Klemmvorrichtung des Stativs, bis sich die Kamera in Höhe ihres Gesichts befand. Dann schloss er die Klemmvorrichtung wieder und drehte am Objektiv.
Genau so wortlos verschwand er wieder.
Sie ging in den Vierfüsslerstand und sah direkt ins Objektiv. Sie konnte sich selbst darin sehen, gespiegelt und verzerrt.
“Stell dich hinter mich.”
Das musste als Aufforderung genügen. Kein Mann würde es aushalten hinter einer Frau zu stehen ohne seinen Schwanz zwischen ihre Arschbacken schieben zu wollen. Sie kam sich vor wie ein Pavian, aber egal, sie mochte es auf diese Art.
“Langsam”, sagte sie.
Sie streckte den Po aus und beugte ihren Kopf nach unten. Ihre Finger berührten den roten Gummiball, den sie fest in die rechte Hand nahm. Sie blickte zwischen ihre Beine und sah seinen zuckenden Schwanz. Worauf wartete er, dachte sie. Sie drückte den roten Gummiball, weil ihr nichts anderes einfiel.
Klick.
Dann spürte sie seine erste Berührung. Seine warmen, schwitzigen Hände legten sich auf ihre Pobacken. Langsam strich er hoch zu ihrem Becken und umfasste sie fest. Mit sanftem Druck zog er sie zu sich hin. Sie bekam schlecht Atem und legte den Kopf in den Nacken. Sie atmete durch den offenen Mund und schwitze an Hals und Stirn. Etwas Hartes drückte ihre Schamlippen auseinander und füllte sie dumpf und tief aus. Ihr Hals schnürte sich zu und ihr Herz klopfte. Sie atmete laut und stöhnend aus, als sie den Kopf nach vorne streckte, um sich so gerade wie möglich zu machen. Sie blickte direkt ins Objektiv, während ihr Unterkörper unter seinem festen Griff an seinen Körper gedrückt wurde. Sie drückte den roten Gummiball.
Klick.
Ihre Fußsohlen kribbelten und ihre Muskeln zogen sich zusammen als wollten sie sich aus der Umklammerung befreien, als versuchten sie, das große, schwere Etwas auszuspeien. Stattdessen zog es sich zurück und stieß sich hart in sie hinein, wie um noch tiefer in sie einzudringen. Sie stöhnte laut auf.
Klick.
Sie versuchte sich ihr Gesicht vorzustellen: verzerrt mit zusammengezogenen Augenbrauen und offenem Mund, die Haare schweißverklebt und mit feuchter Stirn. Lieber nicht, lieber malte sie sich aus, wie er in sie eindrang.
Er packte sie an den Pobacken und fickte sie schnell und hart. Bei jedem Stoß, zog er ihren Unterkörper zu sich hin, das ihre Körper schwitzend aneinanderklatschten.
Sie schloss de Augen und stellte sich das Bild vor, wie sein Schwanz in sie fuhr, umschlossen von ihrer zarten rosa Haut. Sie zog die Lippen ein, machte brummende Geräusche, öffnete den Mund und ließ ihrer Erregung laut und offen freien Lauf, sie hörte ihren stöhnenden Singsang und sein animalisches Klatschen. Das Schmatzen ihrer Votze ließ sie lustvoll lachen und während sie den Ball drückte, gab sie sich ihrem Orgasmus hin, der sie von hinten nach vorne und wieder zurück durchfuhr.
Sie sackte zusammen und fiel schwach zur Seite. Sie musste lachen.
Klick.
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